Vorsicht Sturzgefahr: Dramatische Folgen für Seniorinnen und Senioren verhindern

In der stationären Rehabilitation im Klinikum Bad Gastein erfahren Betroffene, wie sie Stürze künftig vermeiden können, und trainieren gezielt Gleichgewicht, Koordination und Muskelkraft. „Der eigene Wohnbereich sollte regelmäßig auf Stolperfallen überprüft werden. Wichtig ist, keine Angst vor weiteren Stürzen zu haben und sich körperlich beweglich zu halten, damit ein möglichst selbstständiges und unabhängiges Leben geführt werden kann“, informiert Pflegeexpertin Monika Haunsberger.

 

Tipps: So vermeiden Sie Stürze

  • Immer festes Schuhwerk mit rutschfesten Sohlen und niedrigen Absätzen tragen.
  • Vorhandene Hilfsmittel wie Brille, Hörgerät, Rollator oder Stöcke verwenden.
  • Stolperfallen wie dicke Fußmatten, rutschige Teppiche, herumliegende Kabel oder fehlerhafte Bodenbeläge entfernen.
  • Kurzzeitig benötigte Elektrogeräte wie Bügeleisen oder Staubsauger gleich nach Gebrauch wieder wegräumen, da ihre Kabel besonders oft Stürze verursachen.
  • Türschwellen vermeiden oder farblich markieren. Die erste und letzte Stufe markieren, damit sie besser sichtbar sind.
  • Auf gute Beleuchtung achten, auch ein Nachtlicht und Bewegungsmelder bringen viele Vorteile.
  • Ein Handlauf in Stiegenhaus, Dusche und Toilette unterstützt beim Treppensteigen beziehungsweise Aufstehen.
  • Zur Körperpflege eine rutschfeste Unterlage oder einen Hocker verwenden.
  • Ein höheres Bett erleichtert Aufstehen und Hinlegen.

 

  • Bei der Gartenarbeit Leitern und Gerüste regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit prüfen.
  • Gartengeräte und Handwerkszeug gut gesichert und leicht erreichbar aufbewahren.
  • Im Winter Einkäufe auf den frühen Nachmittag verschieben, wenn die Sonne das Glatteis geschmolzen hat.
  • Medikamente so einnehmen, wie sie von der Ärztin/vom Arzt verordnet wurden.
  • Besonders bei Schwindel auf die eigene Sicherheit achten und gegebenenfalls die Ärztin/den Arzt kontaktieren.

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Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2020)