Schmerzhafte Weihnachtszeit: Gichtanfälle nach dem Festessen verhindern

Gicht ist eine schmerzhafte Gelenkserkrankung, von der überwiegend Männer betroffen sind. In den westlichen Industrieländern erkranken ein bis zwei Prozent der Erwachsenen an Gicht, Tendenz mit dem Alter steigend. Während die Krankheit in der ersten Phase kaum Schmerzen verursacht, treten im weiteren Verlauf – oft erst nach mehreren Jahren – Gichtanfälle mit erhöhten Harnsäurewerten auf. „Die Ernährung spielt bei der Entstehung einer Gichterkrankung eine wesentliche Rolle. Harnsäure wird beim Abbau von Purinen gebildet, die vor allem in eiweißreichen Lebensmitteln wie Innereien, fetten Fleisch- und Wurstwaren sowie Krusten- und Schalentieren enthalten sind. Auch bestimmte Fischsorten wie Sardine, Hering, Thunfisch oder Forelle, und fruktosereiche Getränke und Nahrungsmittel beinhalten viele Purine“, erklärt Primaria Dr. Renata Čop, Ärztliche Direktorin des Klinikums Bad Gastein.

 

Vorsicht: Alkohol verstärkt Gicht

„Personen mit erhöhten Harnsäurewerten sollten auch alkoholische Getränke – vor allem Most, Weißwein und Spirituosen – meiden, denn Alkohol verringert die Ausscheidung von Harnsäure über die Niere und kann akute Gichtanfälle auslösen. Deshalb ist es auch wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, damit die Nieren gut durchgespült werden“, so die Medizinerin.

 

Ernährungsempfehlung auch an den Feiertagen einhalten

Und Primaria Čop betont: „Es nützt nichts, das ganze Jahr über die Diät einzuhalten, um dann zu Weihnachten richtig zuzugreifen. Ein fetter Braten, eine cremige Sauce mit Schlagobers und Butter und ein Gläschen Sekt lassen den Harnsäurespiegel regelrecht nach oben schießen. Essen Sie lieber mehr Gemüse, Rotkraut und purinarme Beilagen wie Kartoffeln.“


Zurück
Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2020)