Morbus Bechterew: Die richtige Ernährung machtʼs aus

Mehrere Studien weisen darauf hin, dass sich bestimmte Lebensmittel positiv oder auch negativ auf den Verlauf von Morbus Bechterew auswirken. Oberärztin Dr. Renata Čop, stellvertretende Ärztliche Direktorin am Klinikum Bad Gastein, rät Betroffenen zu einer weitgehend ähnlichen Ernährung wie Rheuma-Erkrankten: Auf den Teller kommen vor allem Pflanzliches, Sojaprodukte, fettarme Milchprodukte und an Omega-3-Fettsäuren reiche Lebensmittel wie Lein- und Rapsöl, Lachs, Thunfisch oder Forelle. Wertvoll sind auch Antioxidantien, die die Zellen schützen. Sie kommen als Vitamine und Spurenelemente in Obst, Getreide, Gemüse, Nüssen, Ingwer, Curry, Kümmel und Knoblauch vor. Eher sparsam sollten Betroffene zu Fleisch, Milch und Eiern greifen, da diese Arachidonsäure enthalten und entzündungsfördernde Stoffe im Körper aktivieren. Alkohol kann die Symptome eher verstärken und Rauchen kann den Krankheitsverlauf möglicherweise nicht nur beschleunigen, sondern sogar ein Auslöser für Morbus Bechterew sein.

Dank des technischen und medizinischen Fortschritts können Menschen mit einer Knieprothese heute ganz normal leben. Doch der Heilungsverlauf hängt auch vom persönlichen Lebensstil ab.


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Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2019)